18.2 a an der Luvbahnmarke

In diesem Forum werden Fragen rund um das Regelwerk des Segelns beantwortet. Betreut wird das Forum von Ulrich Finckh, Internationaler Schiedsrichter, Mitglied im Racing Rules Committee der ISAF und Betreiber der Seite http://www.finckh.org.

18.2 a an der Luvbahnmarke

Beitragvon gast » Do 11. Mär 2010, 11:45

Gemäß PP Präsentation (regel18-20-bil.ppt, Folie 19) und den Forumsbeiträgen, denke ich den Unterschied zwischen 18.2 a und b verstanden zu haben. Meine Frage konzentriert sich nun auf eine ähnliche Situation wie in Folie 19 beschrieben, jedoch an der Luvtonne. Situation: Zwei Schiffe beide mit Backbordwind nähern sich der Luvbahnmarke, welche sie backbord runden müssen. Schiff A tritt im Luv des andern als erstes in die Zone ein. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Schiff B klar voraus im Lee noch außerhalb der Zone. Kurz darauf luvt Schiff B um zu Wenden und erstellt dadurch eine Überlappung zum Schiff A. Weiter beendet dann B innerhalb der Zone seine Wende und kann die Bahnmarke anliegen. Schlußendlich treffen die beiden Schiffe mit Wind von entgegengesetzter Seite aufeinander, ohne daß Schiff B Regel 13 oder 15 verletzen hat. Folgerungen und Widerspruch: In der kurzen Situation vor der Wende von B sind alle Bedingungen für 18.2 a erfüllt und Schiff A könnte Bahnmarkenraum beanspruchen. Regel 18.1 a und b sagen jedoch, daß Regel 18 bei Schiffen mit Wind von entgegengesetzter Seite nicht gilt. Regel 18.3 kommt nicht zum tragen, da beide Schiffe in der Zone wenden. 1. Fragen: Sind die obigen Folgerungen korrekt? 2. Frage: Darf Schiff A Bahnmarkenraum beanspruchen oder hat Schiff B nach R10 Wegrecht? Besten Dank für eine Antwort. Mit freundlichen Grüssen Marcel Güttinger Zürich
gast
 

18.2 a an der Luvbahnmarke

Beitragvon uli » Do 11. Mär 2010, 12:07

"» Situation: Zwei Schiffe beide mit Backbordwind nähern sich der » Luvbahnmarke, welche sie backbord runden müssen. Schiff A tritt im Luv des » andern als erstes in die Zone ein. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Schiff B » klar voraus im Lee noch außerhalb der Zone. Kurz darauf luvt Schiff B um zu » Wenden und erstellt dadurch eine Überlappung zum Schiff A. Weiter beendet » dann B innerhalb der Zone seine Wende und kann die Bahnmarke anliegen. » Schlußendlich treffen die beiden Schiffe mit Wind von entgegengesetzter » Seite aufeinander, ohne daß Schiff B Regel 13 oder 15 verletzen hat. » » Folgerungen und Widerspruch: In der kurzen Situation vor der Wende von B » sind alle Bedingungen für 18.2 a erfüllt und Schiff A könnte Bahnmarkenraum » beanspruchen. Regel 18.1 a und b sagen jedoch, daß Regel 18 bei Schiffen » mit Wind von entgegengesetzter Seite nicht gilt. Regel 18.3 kommt nicht zum » tragen, da beide Schiffe in der Zone wenden. » » 1. Fragen: Sind die obigen Folgerungen korrekt? Die obigen Folgerungen sind alle korrekt. Boot A hat Anspruch auf Bahnmarkenraum vom Zeitpunkt des Beginns der Überlappung wegen Regel 18.2(a) bis zum Zeitpunkt als B durch den Wind geht. Hier beendet Regel 18.1(a) die Gültigkeit von Regel 18. Es besteht auch keine Überlappung mehr nach der Definition \""Klar achteraus und Klar voraus
uli
 


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