Aufgabe nach Zieldurchgang

In diesem Forum werden Fragen rund um das Regelwerk des Segelns beantwortet. Betreut wird das Forum von Ulrich Finckh, Internationaler Schiedsrichter, Mitglied im Racing Rules Committee der ISAF und Betreiber der Seite http://www.finckh.org.

Aufgabe nach Zieldurchgang

Beitragvon Holger Isringhaus » Di 16. Mai 2006, 07:31

Im Regelwerk steht das ein Segler nach Zieldurchgang aufgeben kann. Geht dies auch nach dem er durch eine Protestverhandlung disqualifiziert wurde.
Holger Isringhaus
 

Aufgabe nach Zieldurchgang

Beitragvon Uli Finckh » Di 16. Mai 2006, 18:08

Ein Segler kann theoretisch auch nach einer Schiedsgerichtsverhandlung aufgeben. Dies ändert jedoch nicht das Ergebnis der Verhandlung. Folgende Ergänzungen: Ein schriftlich eingereichter Protest kann nicht zurückgezogen werden, wenn das Schiedsgericht dem nicht zustimmt. (WR 63.1) Sagt in der Verhandlung der Vertreter eines Bootes, dass er nun nach Zieldurchgang aufgeben will, so frägt das Schiedsgericht den Protestierenden (der eventuell selbst der Aufgebende sein kann), ob er unter diesen Umständen den Protest zurückziehen will. Will er den Protest nicht zurückziehen, wird er zu Ende verhandelt. Will er ihn zurückziehen, entscheidet das Schiedsgericht, ob es diesem Antrag zustimmt und verfährt entsprechend. Bei einer Aufgabe oder bei einer Anerkennung einer Strafe (z.B. Disqualifikation) läßt sich dies das Schiedsgericht schriftlich vom Anerkenner bestätigen.


Zuletzt als neu markiert von Anonymous am Di 16. Mai 2006, 18:08.
Uli Finckh
 


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